Der Kaukase.
Diese Rasse hat sich aus regionalen teils halbverwilderten Hunden unter dem Einfluss der rauhen klimatischen Bedingungen des Kaukasus und der Kaukasusvolker uber Jahrtausende und Jahrhunderte zu einer wertvollen Hirten-Wach-und Diensthunderasse entwickelt.
Der Name der Rasse sagt etwas uber das Verbreitungsgebiet. Ausser der Bergregion des Kaukasus existiert diese Rasse aber auch im Gebirgsvorland, in den Steppengebieten des Kaukasus und in der Gegend von Krasnodar, Stawropol und Arhangelsk.Sogar in der Turkei und im Iran ist die Rasse anzutreffen. Auf dem Anatolischen Hochplateau gibt es den Karabash welcher sehr viel Kaukasenblut in seinen Adern furt. Im Iran sind viele Mittelasiaten-Kaukasenmischlinge anzutreffen. Im Nord Kaukasus gibt es Kreuzungen zwischen Mischlingen der ortlichen Hirtenhundschlage und Kaukasen. In den schwer zu erreichenden Gebirgsregionen des Kaukasus haben sich durch die schlechten Vekehrsbedingungen und der daraus resultierenden Isolierung und Armut (wie fruher in den Alpen) verschiedene inzuchtbedingte Regionalschlage entwickelt.Ihre Entwicklung wurde ausserdem durch naturliche Auslese und die rauhen Bedingungen gepragt.
Es werden in der Hauptsache 4 Typen unterschieden: Grusiner, Armenier, Aserbeidjaner und Dagestaner(Beschreibung nach A. P. Masower in 1954)
Der Grusiner:
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Diese Hunde unterscheiden sich von den Anderen durch besonders massiven Knochenbau, gewaltige Grosse und etwas langeren Korper. Einfarbigkeit (Braun-grau) und schone lange Haare.
Armenier:
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Sind kleinwuchsiger, leichter gebaut und kompakter, genau wie der Grusiner haben sie ein langes und einfarbiges Haarkleid.
Vom Aserbeidjaner gibt es 2 Typen:
1) ist dem grusinischen Typ sehr ahnlich.
2) Dieser Typ ist hochbeinig mit stabilem Knochenbau, trockener Muskulatur und fast quadratischem Format. Die typischen Farben sind Rot, dunkel Falb und gefleckt, oft ist das Haarkleid kurz. Diese Farben sind andereswo selten anzutreffen.
Der Dagestaner:
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ist gross und kraftig wie der Grusiner, hat aber ein mehr quadratisches Format, eine etwas steilere Hinterhand, verschiedene Farbschlage und es gibt ihn in lang- und kurzhaarig.
Die Hunde aus den Steppengebieten des Nordkaukasus sind gegenuber den Bergtypen in der Regel hochlaufiger, leichter, quadratischer, und trockener im Korperbau. Auch die Kopfform ist etwas langlicher und das Haarkleid ist etwas kurzer.
ACHTUNG !
Die Beschreibung der verschiedenen Typen bezieht sich auf die Vergangenheit. Die einzelnen Typen existieren in diesen reinen Formen heute nicht mehr.
Unter dem Einfluss der russ. Kynologie wurde die Rasse einheitlicher, die verschiedenen Typen haben sich vermischt, wobei die Tendenz in Russland zum schweren Bergtypen geht. Ausserdem haben kaukasische Zuchter mittlerweile ofter schon Hunde aus Russland in den Kaukasus gebracht und zur Zucht verwendet. Der Prasident des Kaukasenweltverbandes Herr Abaschidze ist Grusier und lebt zur Zeit in Moskau. Der beinflusst die Kaukasenzucht sowohl in Russland als auch in seiner Heimat. Auch die Kaukasenwelt ist mittlerweile global. Auch der Kynologische Berater des RKF (Russ. Kyn. Foderation) Prasidenten, sozusagen der Russ. VDH, Herr Homasuridze (spezial Zuchtrichter fur "kaukasen" u." asiaten") stammt aus Grusien.
Das bedeutet aber auch nicht das diese Rasse so durchgezuchtet und einheitlich ist wie unsere europaischen Rassen. Ein so einheitliches Bild wie z.B. beim Doberman wird auch nicht angestrebt. Eins ist all diesen Hunden aber gemeinsam, auch wenn sie ausserlich unterschiedlich sein konnen, das ist ihr Charakter ihre Robustheit und ihre Arbeitseigenschaften.
Diese Hunde sollen gelassen, ruhig, selbstsicher, selbstandig sein. Und immer die Bereitschaft mitbringen ihren Besitzer und dessen Hab und Gut zu verteidigen. Damit man das nicht falsch versteht, diese Hunde sind nicht geeignet einen in 200 metr Entfernung fluchtenden Verbrecher zu verfolgen wie es von einem Diensthund der Polizei erwartet wird, weil wenn der Verbrecher fluchtet und schon so weit entfernt ist, ist er keine Bedrohung mehr. Bei akuter Bedrohung des Eigentums oder Besitzers wird er aber energischer und pflichtbewusster als der Diensthund agieren. Zum Objekt schutz beispielweise ist er besser geeignet wie jede Westeuropaische Rasse. Auch neigt der "Kaukase" zu Dominanz und Herschsucht (eher als ein Mittelasiat). Die Rollen zwischen den Familienmitgliedern mussen strikt verteilt sein. Wenn es aber keinen Chef gibt, wird der "Kaukase" diese vakante Chefposition gerne besetzen und von Demokratie hat er noch nichts gehort, man kann ihn nicht einfach abwahlen. In jeder schwierigen Situation wird der Hund (Chef) nun eine Entscheidung treffen, und es kann auch dazu kommen das der Hund jemanden bestraft der sich nicht an " seine " Regeln halt. Wie kann man das vermeiden? Man macht dem Hund von klein an klar, das er fur Sie da ist und nicht Sie fur ihn. Wenn Sie aber einen schwachen und weichen Charakter haben sollte ein guter Zuchter Ihnen vom Erwerb eines " Kaukasen " abraten, es gibt auch andere Rassen z.B. Labrador. Ein Labrador macht fur ein Stuck Wurst alles, ein " Kaukase " nicht.