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Mittelasiaten
DER  MITTELASIATISCHER  SCHÄFERHUND.

Die wörtliche Übersetzung für das russische Wort Owtscharka ist Schäferhund. Dieser Begriff ist in der deutschen Sprache leicht irreführend. Den es handelt sich bei dieser Rasse viel mehr um eine Hirtenhundrasse (Herdenschutzhundrasse). Diese Rasse hat überhaupt keine Ähnlichkeit,weder in Optik noch Charakter mit den Europäischen Schäferhundrassen,Bobtail (alter Englischen Schäferhund). Der "Mittelasiat"hat eher Ähnlichkeiten mit anderen alten Europäischen Hirtenhundrassen wie z.B.Pyrenäenberghund,Mastin, Espanol, Kuvas.
                                  
  ÄUSERES  ERSCHEINUNGSBILD.

Der "Mittelasiat"ist ein grosser,kräftiger und trotzdem in der Bewegung sehr dynamischer und kraftvoller,eleganter Hund.Seine Mindesgrösse ist bei Hündinnen 60 cm. und bei Rüden 65 cm. Die Durchschiffsgrösse liegt bei Hündinnen bei 68-70 cm. und bei Rüden 72-78 cm. Das Gewicht liegt bei Hündinnen bei 44-55 kg., bei Rüden 57-70 kg. Das Haarkleid ist stockhaarig,es kann in Einzelfällen bis zu 6 cm. lang sein. Alle Farben kommen vor, bei allen Farben nicht erwünscht, ist die Zeichnung des Deutschen Schäferhundes und braun mit braunem Nasenspiegel. Der Gesamteindruck der Rasse ist ein molossoider und vor Starkknochigkeit geprägter Typ. Wichtige Besonderheit bei dieser Rasse ist der Aufbau des Schädels, in Gegensatz zu den meisten molossoiden Rassen hat der Schädel dieser Hunde sehr wenig Stop, die obere Schädeldecke darf nur wenig oder fast garnicht gewölbt sein.
                                  
  GESCHICHTE  UND  HERKUNFT.

Bei diese Rasse handelt sich um die wahrscheinlich älteste Hirten- und Nomadenhundrasse der Welt. Sehr spät erst, 1984 wurde der "Mittelasiat"von der FCI als Rassehund annerkannt.Der officielle Standart wurde von Russland erstellt.Obwohl es sich nicht um eine russische Rasse handelt.Der Grund liegt darin das es in den eigentlichen Ursprungsländern (Kasachstan, Turkmenistan, Afganistan, Usbekistan, Kirgistan, Tadschikistan) zu diesem Zeitpunkt keine kynologischen Organisationen in unserem Sinne gab.Eine anderer Grund lag im politischen System der Sowjetunion und auch in den abgeschiedenen und ursprünglichen Lebensverhältnissen und dem Analphabätentum der Nomaden. In vielen, auch in russischen Büchern wird eine direkte Abstammung vom Do-Khyi angenommen. Diese Annahme entstammt in erster Linie englischer Literatur, da die Engländer als ersten, ihrer Ansicht nach rassereinen Hirtenhund, auf ihren Handelsreisen, in der Region Tibet, den Do-Khyi entdecken. Als Seefahrernation brachten sie diese Hunde auf dem Seeweg als Zoologische Sensation nach England. So fand der Do-Khyi Eingang in die englische zoologische Literatur. Und wurde fortan immer wieder gerne bemüht um den Ursprung fast aller Hirtenhundrassen zu erklären. Aber lange von den Kolonialisierungen der Engländer auf dem Seewege, nahm der venizianische Kaufmann Marco Polo, den Landweg, über die sogenannte Seidenstrasse, bis nach China. die Seidenstrasse führt direkt durch das Hauptverbreitungsgebiet des Mittelasiatischen Schäferhundes. In seinen Aufzeichnungen beschrieb er Hunde die dem heutigen Bild des "Mittelasiaten" sehr ähnlich erscheinen.  Auffallend dabei ist vor allen Dingen, dass er die Hunde als Teilweise so gross wie Esel beschsieb. Wir wissen das es "Mittelasiaten" von 90 cm. Schulterhöhe gibt, es ist in Sibirien sogar ein Exsemplar von  1m 10 cm. Schulterhöhe bekannt. Selbst Kastrierte Do-Khyi können eine solche Grösse nicht erreichen. Daher ist anzunehmen, das Marco Polo der erste Mitteleuropäer war, der den Mittelasiatischen Schäferhund zu Gesicht bekam. Wahrscheinlich ist die Rasse oder was man unter diesem Überbegriff subsummiert noch viel älter, aber alles dies wird Spekulation bleiben da Nomaden Analphabeten sind und keine Aufzeichnungen machen.
                                        
  VERWENDUNGSZWECK.

Der ursprungliche Verwendungszweck des "Mittelasiaten" ist der eines Herdenschutzhundes. Seine grosse  Bedeutung als Karawanenhund hat der "Mittelasiate" inzwischen verloren. Stark im kommen ist er als Wachhund für Haus und Hof oder aber für Fabrikanlagen auch das russische Militär weiss seine Qualitäten zu schätzen. Ebenso wird er in den Mittelasiatischen Ländern gerne zur Jagd auf wehrhaftes Wild genommen. Seine grösste Beliebtheit aber hat die Rasse mittlerweile als Familien, Begleit und Wachhund in russischen Familien erlangt. Sie hat in Russland den Deutschen Schäferhund und andere europäische Rassen auf die Plätze verwiesen und den ersten Platz in der Beliebtheitskala eingenommen (14.000 Welpen im Jahr 2005)
                                              
  CHARAKTER.

Gegenüber seinem Besitzer und dessen Familie zeigt sich der "Mittelasiat" äusserst anhänglich, verschmust, freundlich und von umgänglichem und liebenswürdigem Wesen. Er ist vor allen Dingen den "eigenen" Kindern ein zuverlässiger und geduldiger Freund. Dem gegenüber steht das eusserst zuverlässige und harte Bewachen des im anvertrauten Territoriums oder Gegenstandes. Auch neigt er manchmal dazu "seine" Kinder gegenüber Fremden abzuschirmen. Manchmal zeigt er Fremden gegenüber auch ein gewisses Misstrauen. Allzu direktes Anfassen oder Befühlen durch Fremde bereitet ihm gewissermassen Unbehagen. Es ist fast so als würde er allzu plumpe Vertraulichkeit nicht schätzen. Im Spiel mit seinem Besitzer kann dieser Hund von geradezu überschäumendem Temperament und grosser Lebensfreude sein, auch zeigt er aus reiner Freude auf Spaziergängen enorme Sprinteinlagen und athletische Fähigkeiten. In anderen Situationen z.B. auf Ausstellungen aber kann er das reine Phlegma darstellen, was ihn aber nicht daran hindert, alles aufmerksam, zu beobachten und z.B. die Tasche seines Herrn zu bewachen. Durch sein oft ruhiges und introvertiertes Verhalten, neigen agressive, stark dominante und schlecht erzogene Hunde gerne dazu den "Mittelasiaten" stark zu bedrängen und mit Dominanzgehabe zu provozieren. Dies sollte man unbedingt frühzeitig unterbinden. Am besten lässt man einen Mittelasiaten nur mit erwiesenermassen verträglichen Hunden Spielen. Überaus interessant ist auch die Eigenschaft des "Asiaten" auf Spaziergängen das Gelände mit den Augen gründlich abzusuchen, oftmals gelingt es ihm, selbst in grosser Entfernung Lebewesen vor seinem Besitzer auszumachen. Dieses Verhalten unterscheidet ihn deutlich von den uns bekannten Rassen. Abschliessend bleibt zu sagen, eine Begleithundeprüfung abzulegen, ist mit dieser Rasse, aufgrund seines von starker Zuneigung zum Besitzer geprägten Wesens (Führerweichheit), in der Regel leichter zu bewerkstelligen als mit anderen Hirtenhundrassen oder Mollossern.
Rassebeschreibung
Apollonia ist in Deutschland gezüchtet worden, ist 71 cm. gross und HD-B geröngt.

 
Unsere Hunde
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