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Der Mensch als Sozialpartner des Hundes.
Die ersten Lebenswochen eines Welpen sind von grösster Bedeutung. Bereits in den ersten sieben Wochen entscheidet sich, wer potenzieller Sozialpartner sein kann oder eben nicht. Diese Zeiten können je nach Rasse unterschiedlich sein. Wenn der Mensch in dieser Zeit nicht ausreichend in Erscheinung tritt, wird eine wirklich  vertrauensvolle Bindung spater nur noch schwer möglich sein. Ausreichend bedeutet hierbei nicht das regelmässig gesäubert und gefüttert wird.

Der Welpe muss den Menschen als soziales Lebewesen kennenlernen, und nicht nur als Futterspender und Reinigungskraft. Das kann der Welpe nur wenn intensiver Körperkontakt hergestellt wird und gespielt wird, auch uber Pflege, wie z.B. beim bürsten wird Vertrauen aufgebaut.

Bereits in den ersten zwei Lebenswochen, wenn Hör- und Sehvermögen noch nicht entwickelt sind, bekommt der Welpe Umweltprägung über den Geruchssinn und taktiles Empfinden. Das bedeutet, der Welpe, der immer wieder den Geruch des Menschen, in Verbindung mit angenehmen Körperkontakt (Wärme, Streicheln), aufnimmt,  bereits positiv auf ihn geprägt ist, noch bevor er ihn sehen und horen kann. Wächst der Welpe im häuslichen Umfeld auf, hat er anders als bei reiner Zwingeraufzucht, den Menschen ständig in seiner Nähe (unter Umständen auch andere Lebewesen u. ganz wichtig Kinder). Nebenbei lernt er auch andere Geräusche und optische Reizquellen des Haushaltes kennen und als ungefahrlich einzustufen z.B. Küchengeräte. Ebenfalls von besondere Bedeutung ist, dass der kleine Hund mit verschiedenen Menschen konfrontiert wird. Ein Kleinkind bewegt sich anders als ein Schulkind, Männer, Frauen, ältere Menschen. FarbigeMenschen (haben einen anderen Körpergeruch) oder Menschen mit starken Behinderungen, alle sind unterschiedlich  in ihrer Erscheinung. Je mehr Menschen der Hund in positiver Erinnerung behält, desto sicherer wird er später im Umgang mit allen Menschen sein. Der besonders engagierte Züchter bietet seinen Welpen verschiedenste Spielzeuge an, bis hin zum Abenteuerspielplatz ( Wippe, Tunnel, Flatterbänder u.s.w).

Zum Schluss noch eine Warnung, wenn bei einem Zuchter die Welpen mit eingeklemmter Rute das Weite suchen und sich scheu und schreckhaft zeigen, Finger weg, es bestehen eklatante Aufzuchtmangel, die in der Regel nicht mehr zu korrigieren sind. Ein repräsentatives Anwesen, Ordnung und Sauberkeit sind zwar schön, aber nicht allein ausreichend, zu guter Aufzucht gehort eben auch eine hervorragende Prägung.
                                                          
  Autor R.Schneider.
Wir erwarten 2 Wurfe sibirische Katzen. Geburtstermin mitte April.